Samstag, 15. Oktober 2011

Far far away in the middle of nowhere!

Dadurch dass die Jobsuche in Brisbane und anderen Städten in der Nähe der Küste nicht so erfolgreich war, blieb mir nur eine Chance um Geld zu verdienen. Weiter weggehen von der Küste als alle anderen Backpacker!
Im Base-Hostel in Brisbane gab es einen Jobclub, wo ich dann endlich fündig wurde und einen Job als Cook/Nanny auf einer Farm in Tambo gefunden habe.
Ok Tambo ist ca. 13h und 10 min entfernt von Brisbane und die Farm ca. 1h von der 363 Einwohner-Stadt Tambo (was dann der nächste Ort wäre)...Komisch so ganz ausserhalb der Zivilisation!
Aus dem Bus bin ich dann morgens um halb 6 ausgestiegen und wurde gleich von einem Typen mit riesigem Cowboyhut empfangen. 1h zur Station gefahren und nachdem die Sachen im neuen Zimmer verstaut waren, musste ich gleich ran: Kochen helfen, in der Küche putzen, auf die Kids aufpassen (2 Jungs 1 Jahr und 2 Jahre alt), deren Müll und Dreck wegmachen (was unglaublich viel ist, hab ich noch nie gesehen) und andere Haushaltsaufgaben.
Abends dann um 9.00 Uhr tot ins Bett gefallen, da ich den nächsten morgen um 5.30 wieder raus musste. Weil mein Handy kein Empfang hatte, danach aber die ganze Zeit gesucht hat, war der Akku natürlich leer und meine Alarm Clock hat nicht funktioniert. Bin dann Gott sei Dank um 5.45 aufgestanden und alle waren schon am frühstücken... Doofer Start in den neuen Job aber mir wurde verziehen:)
Nachmittags ging es dann zum Camp Draft. Camp Draft ist sowas wie ein Festival für Pferdeliebhaber die in einer kleinen Arena mit ihrem Pferd eine Kuh jagen und versuchen damit einen Parkour zu absolvieren. Ziemlich lustig, also die ersten 5 Drafts und dann wurde es echt langweilig.
Ich meine es war cool, alle Leute und Cowboy Kluft, trinken am Tag, Barbecue am Abend und das wars auch schon!
Das machen wir jetzt 3 Wochenenden in Folge...Hmm schön!
Das coole an Camp Draft ist, man kommt mal raus, weil man sonst die Städte so gut wie nie sieht. Außerdem geht man auch ins Pubs und kann da gutes Geld lassen, da die hier sowas wie ne Monopol Stellung haben. Ein absoluter Pluspunkt ist das man unter freiem Himmel schläft...Nur cool! Du hast deinen Swag, was sozusagen dein ausrollbares Bett ist mit allem drin, Matratze, Kissen, Decken und dann hast du noch nen Deckel den du nur zuklappen musst falls es dir zu kalt wird oder es regnet. Am Samstag Abend hat dann da sogar eine Band gespielt und die Tanzen hier echt witzig...macht auf jeden Spaß. Zu Trinken gabs dann nur Bier oder Rum mit Cola! Kater ist angesagt gewesen.
Mein Alltag sieht jetzt ungefaehr so aus:
- Aufstehen um 5.00 Uhr
- Fruehstueck machen bis 6.00 (Wuerstchen, Eier, Bacon, Bohnen, Toast)
- Kueche sauber machen und Huehner versorgen, Kuchen backen oder irgendwas kleines Deftiges    bis 9.00 Uhr (da ist naemlich Smoko, wie Brunch)
- Kueche wieder sauber machen und anderer Schnick Schnack, was mit den Kinder oder so bis um 12.00
- Mittag um 12.00 und dann bis 2.00 Pause
- 2.00 was mit den Kindern machen und dann Abendessen kochen
- Buegeln (die tragen hier alle Hemden, schrecklich)
- 6.00 kurzes Chandy (Alster) mit den Jungs
- 7.00 Abendessen und danach bi ca. 7.30 Kueche aufraeumen
- dann Feierabend, Fernsehen oder gleich ins Bett....
nach neun Uhr abends hab ich hier noch niemanden gesehen:D
Was mir jetzt noch generell auffällt: Ich hab hier keine wirkliche Chance deutsch zu reden, außer ein Mädel aus Dtschl. aus der Stadt wo ich eh nie bin. Dass heißt wirklich mal alles in English, und wenn man dann den ganzen Tag English redet und abends duschen geht und Zeit zum nachdenken hat, fällt einem ganz nebenbei auf das man in English denkt...witzig und dann wenn man endlich mal die Möglichkeit bekommt auf Deutsch zu reden, fehlen auf einmal Wörter...
Bilder folgen...

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